Worauf sollte bei der Wahl des Matratzen Härtegrads geachtet werden?

Härtegrade-einer-Matratze

Die meisten Menschen schenken dieser Frage wohl eher wenig Aufmerksamkeit. Dabei bestimmt die Wahl des Härtegrads der Matratze, wie entspannt wir schlafen und, demzufolge, wie erholt wir in den nächsten Tag starten.

Eine wichtige Rolle spielt der Härtegrad der Matratze aber nicht nur für das mentale, sondern auch für das physische Wohl. Die Matratze sollte das eigene Körpergewicht in einer Weise tragen, die eine stabile und vor allem gerade, horizontale Lagerung der Wirbelsäule ermöglicht.

Ist die Matratze zu weich, hängt die Wirbelsäule durch. Dies kann auf Dauer zu Rückenschmerzen und Verspannungen führen, die dann zur täglichen Belastung werden.
Härtegrade-einer-Matratze
Bei einer zu harten Matratze hingegen, liegt eine zu hohe Belastung auf der Schulterpartie und auf dem Becken. Dies kann nicht nur zur Bildung schmerzhafter Druckstellen und einer Beeinträchtigung der Durchblutung führen. Im schlimmsten Fall können sich die Bandscheiben nicht oft genug entspannen und erholen, was wiederum chronische Rückenprobleme nach sich ziehen kann.

Die fünf Härtegrade

Die Entscheidung für den richtigen Härtegrad fällt man am besten auf der Grundlage des eigenen Körpergewichts und der Körpergröße. Ebenso sollten aber auch das individuelle Liegeverhalten, der Körperbau und eventuell bestehende Wirbelsäulen-Problematiken Einfluss auf die Wahl der Matratze haben.

Am häufigsten ist die Unterteilung in fünf Härtegrade (H1-H5) vorzufinden.
Der Härtegrad H1 ist hierbei für ein Körpergewicht bis zu 60 kg, H2 für 60 kg bis 80 kg und H3 für 80 kg bis 100 kg geeignet. Für über 100 kg ist der Härtegrad H4 empfehlenswert und für über 130 kg sollte der Härtegrad H5 gewählt werden. Objektiv betrachtet bietet der Härtegrad H1 ein vergleichsweise weiches Liegegefühl, während es sich auf einer Matratze mit dem Härtegrad H5 sehr hart liegt. Siehe auch Wikipedia.

Die Härteunterschiede zwischen den Matratzen werden durch das Einsetzen verschiedener Matratzenkerne verursacht. So sorgen sowohl Latex-, Kaltschaum-, als auch Federkerne für jeweils andere Härtegrade.
Für den Käufer ist auf jeden Fall wichtig zu wissen, dass es keine standardisierten Härtegrade gibt. Jeder Hersteller verwendet somit seine eigene Skala, die jedoch in den meisten Fällen im Durchschnitt auf den fünf oben beschriebenen Härtegraden basiert.

Fazit

Der wohl schlimmste Fehler beim Kauf einer Matratze dürfte sein, sich keine Gedanken um den Härtegrad zu machen. Er hat großen Einfluss auf die spätere Qualität des Schlafes und somit auch der Gesundheit im Allgemeinen.

Keinesfalls sollte man sich im Bezug auf den Härtegrad einer Matratze nur auf die Angaben des Herstellers verlassen. Alleine durch den fehlenden Hersteller-Standard ist dies problematisch.

Am sinnvollsten ist es, eine Matratze vor dem Kauf durch mehrfaches Probe liegen für sich auszutesten. Das kann im Geschäft passieren, jedoch bieten inzwischen auch viele Online-Händler das Probe liegen der Matratze für einen bestimmten Zeitraum an.

Vor allem bei bestehenden Rückenproblemen oder bei anderen Unsicherheiten kann es nützlich sein, den Rat eines Fachverkäufers oder sogar eines Orthopäden einzuholen.

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